Aus der Dienst- und Generalversammlung der Feuerwehr Nördlingen

10.10.2021
Heinz Lutz und Rudi Siegel jun. erhalten Ehrentitel - Maximilian Stumpf führt künftig den Feuerwehrverein an

Am vergangenen Wochenende wurde die aufgeschobene Dienst- und Generalversammlung der Feuerwehr Nördlingen nachgeholt. Pandemie bedingt fand diese in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes statt.

Zum letzten Mal begrüßte der scheidende 1. Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Andreas Hagner, die Anwesenden Mitglieder. Er lenkte den Blick der Versammlung zurück auf die Generalversammlung 2020. Damals hatte man noch große Jahrespläne verkündet, die dann leider „ins Wasser“ fielen. Corona verhinderte praktisch alle geplanten Vereinsaktivitäten der vergangenen 1,5 Jahre. Nur die jährliche Schlachtpartie konnte im Februar 2020 noch abgehalten werden. Dann war erst einmal Stillstand.

Kommandant Kurz wusste von einem arbeitsreichen Jahr der Einsatzmannschaft zu berichten. Im Jahr 2020 wurde die Feuerwehr Nördlingen zu 171 Einsätzen alarmiert (186 Einsätze in 2019). Den größten Teil machte die Technische Hilfeleistung mit 91 Einsätzen aus. Im Bereich „Brand“ wurde die Wehr 72-mal alarmiert, wobei 30 Brandmeldeanlagen angefahren wurden.  Die verbleibenden Einsätze waren eine Sicherheitswache und sieben Gefahrstoffeinsätze.

Aufgrund der Pandemie war auch der Ausbildungs- und Lehrgangsbetrieb stark eingeschränkt. Dennoch konnten vor dem Lockdown acht Kameradinnen und Kameraden noch den Sanitätslehrgang sowie acht Kameraden den Motorsägenkurs besuchen. Ab Mitte März 2020 war der Übungsbetrieb pandemiebedingt eingestellt worden. Es galt aber weiterhin eingehende Einsätze abzuarbeiten – allerdings ganz anders als gewohnt. Die Fahrzeugbesatzungen wurden reduziert. Es musste bei der Einsatzfahrt dokumentiert werden wer welchen Platz im Fahrzeug eingenommen hatte. Und selbstverständlich musste auch das erarbeitete Hygienekonzept eingehalten werden. Nach anfänglichen Lieferengpässen bei Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhen wurde dieses Prozedere bald für alle zur Routine.

Nachdem die Atemschutzübungsanlage des Landkreises ebenfalls pandemiebedingt außer Betrieb genommen wurde, absolvierten die Atemschutzgeräteträger nun in Nördlingen eine „Ersatzstrecke“, die als jährliche Belastungsübung dokumentiert wurde.

Über die Sommermonate hatte sich dann auch im Landkreis Donau-Ries die Lage entspannt und der Übungsbetrieb lief langsam wieder an.  In der Folge konnte dann ein Atemschutzgrundlehrgang abgehalten werden. Zudem bestanden Hannes Benninger, Sebastian Deffner und Jonas Tegeler die Abschlussprüfung der Modularen Truppausbildung. Frieder Rehlen besuchte erfolgreich den Lehrgang „Ausbilder in der Feuerwehr“ und Marco Kurz den Lehrgang „Verbandsführer – Besondere Führungsdienstgrade“. Am Fahrsicherheitstraining für Maschinisten der Feuerwehr nahmen Roland König, Thomas Knie, Wilfried Hofer und Andreas Pollithy teil.

Wolfgang Steinmeyer erläuterte in seinem Kassenbericht die Ein- und Ausgaben des vergangenen Jahres. Die Feuerwehr hat derzeit 81 aktive Mitglieder, 17 Jugendliche und 8 Ehrenmitglieder.  Abschließend wurden sowohl ihm als auch der Vorstandschaft die Entlastung erteilt.

Anschließend erhielt Jürgen Landgraf die Auszeichnung des Bay. Innenministers für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Auch waren wieder zahlreiche Neueintritte und Übertritte aus der Jugendfeuerwehr zu verzeichnen. Aus der Jugendfeuerwehr übergetreten sind Sebastian Deffner, Leo Stumpf und Robin Wagner. Neu eingetreten sind Niklas Bachmann, Steffen Brenner, Kevin Bühler, Sven Dann, Sascha Gruber und Florian Knie.

Oberbürgermeister David Wittner, der selbst aktiver Feuerwehrmann in Nördlingen war, sprach den anwesenden Feuerwehrdienstleistenden den Dank der Stadt aus. Anschließend leitete er die Neuwahlen der Vereinsvorstandschaft. Als neuer Vorsitzender wurde Maximilian Stumpf, der selbst aktives Mitglied der Einsatzmannschaft der Feuerwehr Nördlingen ist, mit überwältigender Mehrheit gewählt.

Besondere Ehre wurde den beiden ehemaligen Kommandanten der Wehr zu Teil.

 

Text und Bilder: C.U., Feuerwehr Nördlingen